Fachtagung der SPD-Bundestagsfraktion: Bildung in einer digitalisierten Welt

18850097162_450d6d2883_oAm 15.6.2015 fand im Paul-Löbe-Haus in Berlin die Fachtagung „Bildung in einer digitalisierten Welt“ der SPD-Bundestagsfraktion statt. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft schreitet unaufhaltsam voran. Durch den Zugang zum Wissen dieser Welt sowie grenzüberschreitende Kommunikation und Kollaboration befördert sie einen grundlegenden Wandel. Für eine gerechte Teilhabe an den Chancen dieses Wandels braucht es Kompetenzen, die unser Bildungssystem bisher noch nicht hinreichend im Fokus hat, heißt es in der Ankündigung. Im Rahmen der Fachtagung der SPD-Bundestagsfraktion haben die Teilnehmenden die aktuellen Herausforderungen einer digitalen Schulbildungbenannt und mit einem interessierten Fachpublikum diskutiert, welche Maßnahmen zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Bildungssystems notwendig sind. Von 14 bis ca. 19 Uhr trafen ExpertenInnen aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Deutschen Bundestag zusammen, um sich zu den Rahmenbedingungen und praktischen Gelingensbedingungen einer digitalen Schulbildung auszutauschen.

Für das Learning Lab nahm Richard Heinen an der Fachtagung teil. Neben Saskia Esken, Berichterstatterin für Digitale Bildung der SPD-Bundestagsfraktion, Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung der Hansestadt Hamburg und Prof. Dr. Christoph Igel, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH gab er einen Impuls mit dem Titel „Worüber wir sprechen (sollten), wenn wir über digitale Bildung sprechen“ und legte einen SChwerpunkt dabei auf die Bedeutung einzelner Schulen, deren Entwicklung in Netzwerken für die Umsetzung digitaler Bildung entscheiden ist. Im Workshop „Offene Lehr- und Lernmaterialien (OER) und didaktische Konzepte – Entstehung, Verfügbarkeit, Qualität und Finanzierung“, der von Lena Sophie Müller, Inititaive D21 e.V. moderiert wurde, war er mit Wolf-Rüdiger Feldmann, Verband Bildungsmedien, Impulsgeber.

2. Workshop Lerninfrastruktur an Schulen – 1:1-Computing

Schulen stehen vor der Herausforderung digitale Medien für kooperative Arbeitsformen und individualisierte Lernprozesse bereitzustellen. Der Einsatz sollte dabei auch spontan und situativ erfolgen können. Es liegt nahe, dass diese Anforderungen am ehesten durch die Bereitstellung individualisierter 1:1-Ausstattungen realisiert werden kann.

Im Workshop werden unterschiedliche Ausstattungskonzepte vorgestellt und diskutiert. Berücksichtigung finden dabei auch Fragen der Aus- und Fortbildung, des Supports und der strategischen Ausrichtung von Schulen.Der Workshop schließt an den Workshop „Lerninfrastruktur an Schulen“ auf der DelFI 2010 an und will Wissenschaftler/innen mit Lehrenden und Verantwortlichen aus dem Schulbereich zusammenbringen.

Neben den einzelnen Vorträgen ist eine Session zur gemeinsamen Diskussion von Gelingensfaktoren von 1:1-Projekten und zur Vernetzung vorgesehen.

Weitere Informationen auf der Workshopseite.

Edutags – Entwicklung und Evaluierung eines spezialisierten Social Bookmarking-Werkzeuges für Lehrkräfte

Lehrerinnen und Lehrer stehen zunehmend vor der Aufgabe, Internetressourcen für ihren eignen Unterricht zu recherchieren und dabei ein wachsendes Angebot zu bewältigen. Dabei unterstützt es die Arbeit der Lehrkräfte, wenn sie nicht nur jeweils individuell gefundene Ressourcen archivieren können, sondern wenn sie von den Ergebnissen von Kollegen profitieren und ihre eigenen Materialiensammlungen in interaktiver Form in den fachlichen Diskurs einbringen können. Hierbei spielt der Austausch in kleinen Gruppen im Kollegium, der Kommune oder Region eine wichtige Rolle, den es durch ein interaktives, die Potenziale von Internet und Social Software nutzende OnlineAngebot zu unterstützen gilt. Auf dieser Basis kann dann der großräumige Austausch mit Lehrkräften im Bundesland und bundesweit initiiert werden. Zur tatsächlichen Integration der Ressourcen in den Unterricht werden zudem technische Möglichkeiten benötigt, diese zielgruppenspezifisch zu bündeln und bereitzustellen, wobei Schnittstellen zu einschlägigen Lernplattformen (LMS) wünschenswert sind.

Ausgehend von diesen Überlegungen stellt Edutags ein Werkzeug dar, das den Lehrkräften erlaubt, Lesezeichen online zu verwalten und zu organisieren, diese mit Gruppen anderer Nutzer/innen zu teilen und/oder der Gesamtheit der Nutzer/innen zur Verfügung zu stellen. Schnittstellen ermöglichen es, dass Werkzeuge in Schulhomepages, Angebote lokaler pädagogischer Dienstleister und von Landesbildungsservern zu integrieren Ergebnislisten in unterschiedlichen Formaten bereitzustellen und in extern verfügbare Lernplattformen (LMS) zu integrieren.

Die Verschlagwortung der Ressourcen erfolgt über Tags, also inhaltsbeschreibende Stichworte, die die Nutzer selbst vergeben. Hierdurch entsteht eine idealtypische Web 2.0-Anwendung im Sinne einer durch die Nutzer geschaffenen fachlichen Folksonomy. Das Tagging der Nutzer wird systemseitig durch Tag-Vorschläge unterstützt, die sich aus den bereits vergebenen Tags, aber auch aus einer vom System vorgegebenen Taxonomie verwandter Begrifflichkeiten speisen. So werden Homogenität und Konsistenz des Systems unterstützt.

In unterschiedlichen Erprobungsszenarien wird untersucht, in wie weit ein Social-Bookmarking-Dienst die Kooperation von Lehrkräften und damit das informelle Lernen des Einzelnen als auch das gemeinsame Lernen in Gemeinschaften unterstützen kann.

Im Vortrag auf dem Fachforum Lernen in sozialen Netzen wurden Konzeption und technische Umsetzung des Systems edutags vorgestellt, Einsatz- und Erprobungsszenarien erläutert und Evaluationsansätze zur Diskussion gestellt.

2. Workshop – Lerninfrastruktur in Schulen – 1:1-Computing

Im Rahmen der Fachtagung Wissensgemeinschaften 2011 an der TU Dresden vom 5. bis 8. September 2011.

Abstract
Schulen stehen vor der Herausforderung digitale Medien für kooperative Arbeitsformen und individualisierte Lernprozesse bereitzustellen. Der Einsatz sollte dabei auch spontan und situtativ erfolgen können. Es liegt nahe das diese Anforderungen am ehesten durch die Bereitstellung individualisierter 1:1- Ausstattungen realisiert werden kann. Im Workshop werden unterschiedliche Ausstattungskonzepte vorgestellt und diskutiert. Berücksichtigung finden dabei auch Fragen der Contentbereitstellung, der Aus- und Fortbildung, des Supports und der strategischen Ausrichtung von Schulen. Der Workshop schließt an den Workshop „Lerninfrastruktur an Schulen“ auf der DelFI 2010 an und will Wissenschaftler/innen mit Lehrenden und Verantwortlichen aus dem Schulbereich zusammenbringen.

Weitere Informationen auf der Webseite des Lehrstuhls für Mediendidaktik und Wissensmanagement.