OER für die Schule

CC by sa wikimedia commonsDas Learninglab der Universität Duisburg – Essen war mit zwei Beiträgen auf der OER-Konferenz 2013 in Berlin vertreten. Im Barcamp-Teil der Veranstaltung haben Ingo Bless (DIPF) und Richard Heinen (Uni DUE) Konzept und Möglichkeiten von Edutags vorgestellt. Im Konferenzteil hat Richard Heinen einen Vortrag mit dem Titel „OER für die Schule – Zum Zusammenspiel von Plattformen für Bildungsressourcen in einem informationell offenen Ökosystem“ gehaten.

Digitale Lernressourcen sind auf verschiedenen Plattformen zu finden, etwa bei Landesbildungsservern, kommerziellen Content-Anbietern, auf privaten Seiten, bei Unternehmen und vielen anderen Websites. Mit der zunehmenden Durchdringung von Schulen mit digitalen Medien steigt nicht nur der Bedarf an digitalen Lernressourcen, auch die Frage der rechtlich erlaubten Nutzungsmöglichkeiten rückt in den Fokus. Ressourcen, die für das Lernen geeignet sind, werden von sehr unterschiedlichen Anbietern bereitgestellt und mit sehr unterschiedlichen Lizenzen versehen. Ob eine Ressource auch eine Lernressource sein kann, entscheidet sich dabei oft erst in der Entscheidung durch die Lehrkraft. D.h. auch Medien, die nicht für den Unterricht produziert sind, können dort sinnvoll genutzt werden. Schulen nutzen diese Ressourcen auf Schulservern, Lernplattformen oder indem sie Schüler/innen auf die entsprechenden Webseiten verweisen. Um eine geeignete Auswahl an Lernressourcen treffen zu können, können Verweisplattformen Lehrkräfte unterstützen.

Portallösungen haben häufig das Ziel Kunden (Lehrkräfte) zu binden, in dem sie Material, Suchfunktion und Lernumgebung aus einer Hand bieten und so informationell geschlossene Ökosysteme schaffen. In manchen Fällen geht dies sogar soweit, dass die Produktion und Nutzung von Materialien an ausgewählte Hardware gebunden ist. Will man Lehrkräften aber eine Vielfalt an Materialien zur Nutzung in unterschiedlichen Kontexten zur Verfügung stellen und Schüler/innen ein möglichst selbstgesteuertes Lernen ermöglichen, sind offene Schnittstellen und nutzerbasierte Empfehlungssysteme hilfreich.

Im Vortrag wird ein mögliches Zusammenspiel zwischen den Webpräsenzen von Anbietern, schulischen Lernplattformen, persönlichen Lernumgebungen (PLE) und Verweisplattformen skizziert. Dabei werden auch die Bedeutung des Nebeneinanders von Materialien mit unterschiedlichen Lizenzen und die Rolle staatlicher Bildungsserver diskutiert.

Im Anschluss an den Vortrag führte die Werkstatt der Bundeszentrale für politische Bildung ein Interview zum Inhalt des Vortrags.

 

Bildungsressourcen im Netz suchen, finden und nutzen können from kooperative-berlin on Vimeo.