4. Workshop Lerninfrastruktur in Schulen: Gelingensbedingungen für BYOD

Immer mehr Schulen statten einzelne Klassen oder ganze Jahrgänge mit Tablets oder Notebooks aus, unter dem Stichwort Bring-your-own-device (BYOD), mit dem Einsatz privater mobiler Endgeräte von Schülerinnen und Schülern (Tablets, Notebooks, Smartphones, Handhelds) und erhoffen sich davon eine nachhaltige Verbesserung der Lern- und Lehrprozesse. Aktuell mangelt es vielerorts an geeigneten Voraussetzungen und Vorgehensweisen, damit das Lernen mit persönlichen Endgeräten ein Erfolg werden kann.

In dem ganztägigen Workshop werden Gelingensfaktoren für das Lernen mit persönlichen Endgeräten identifiziert und systematisiert.

Ort: Campus Riedberg der Goethe-Universität Frankfurt
Zeit: Montag, 2.9.2013, 10:00 bis 17:00
Dokumentation auf der Konferenzwebseite

4. Workshop „Lerninfrastruktur in Schulen“

4. Workshop Lerninfrastruktur in Schulen: Gelingensbedingungen für das Lernen mit persönlichen Geräten

Zusammen mit Derndorfer, Christoph; Döbeli Honegger, Beat; Neff, Christian; Welling, Stefan

1 Hintergründe

Die Diskrepanz zwischen persönlicher und schulischer Geräteausstattung ist in den letzten Jahren nicht kleiner geworden: Während die persönliche Geräteausstattung von Schülerinnen und Schülern weiterhin zunimmt, sind Schulklassen mit persönlichen Geräten noch immer die Ausnahme. Weder die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit schuleigenen Geräten in so genannten 1:1-Ausstattungen noch der Einbezug privat verfügbarer Geräte von Kindern und Jugendlichen in so ge- nannten Bring-Your-Own-Device Settings hat bisher dieses Missverhältnis aufhe- ben können. Während das Interesse an 1:1- und BYOD-Projekten im deutschsprachigen Raum wächst, sind aktuell noch wenige entsprechende Unterstützungsangebote für Schulen und Schulbehörden in Form von Empfehlungen und Best- Practice-Beispielen verfügbar.

2 Ziele

Der vorgeschlagene Workshop soll ein Forum bieten, um sich fachlich fundiert auf der Basis vorhandener (Praxis-)Erfahrungen über die Perspektiven, Chancen und Grenzen des schulischen Lernens mit persönlichen Geräten auszutauschen und Ein- schätzungen zu wagen, welche pädagogischen, technischen, organisatorischen, didaktischen und rechtlichen Konsequenzen diese Entwicklungen für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der Schule haben.

Ziel des Workshops ist neben dem Erfahrungsaustausch verschiedener Projekte und Akteure u.a. eine Sammlung von Gelingensbedingungen für das Lernen mit persön- lichen Geräten, die sowohl aus bisherigen Projekterfahrungen als auch aus der Lite- ratur in Form von empirischen Studien zur Integration von Innovation abgeleitet werden. Nach kurzen, thesenartigen Inputs sollen diese in Gruppen diskutiert und verdichtet werden.

Wir wünschen uns daher neben wissenschaftlich fundierten auch insbesondere Beiträge, die auf der Basis praktischer und praxisnaher Erfahrungen über erlebte, ab- sehbare und mögliche Konsequenzen der skizzierten Entwicklungen berichten. Für das Auswahlverfahren würden wir in diesem Fall auf die Ausarbeitung von Aufsät- zen verzichten und zweiseitige Skizzen akzeptieren.

Der Workshop soll aber nicht nur die Entwicklungen im deutschsprachigen Raum beleuchten: Neben den Gelingensbedingungen stellt sich bildungspolitisch auch die Frage, warum sich im deutschsprachigen Raum bisher keine grösseren Projekte mit 1:1-Ausstattungen etabliert haben, im anderssprachigen Ausland jedoch schon. Lassen sich Erkenntnisse aus weltweiten Grossprojekten auch auf den deutschspra- chigen Raum übertragen?

3 Themenschwerpunkte

  • Chancen und Herausforderungen von persönlichen Geräten im Schulalltag (mediendidaktisch, medienpädagogisch, organisatorisch)
  • Umgang mit juristischen Herausforderungen (Lernmittelfreiheit, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Aufsichtspflichten etc.)
  • Content für persönliche Geräte (klassischer Schulbuchmarkt und OER- Angebote)
  • Organisatorische und technische Voraussetzungen für 1:1- und BYOD-Klassen
  • Lernen mit persönlichen Geräten als Thema der Schulentwicklung
  • Erfahrungen aus ausländischen Grossprojekten als Unterstützung für den deutschsprachigen Raum?

1:1-Tablet-Workshop

Fünf Gymnasien im IT-Cluster des MINT-EC machen sich auf den Weg im neuen Schuljahr Klassen einzurichten, in denen jeder Schüler und jede Schülerin ein eigenen mobiles Gerät nutzt. Zur Vorbereitung treffen sich am 3. und 4. Mai am Ratsgymnasium in Wolfsburg Lehrkräfte der beteiligten Schulen, um sich von erfahrenen Lehrkräften und Fachdidaktikern fortbilden zu lassen und sich für die weitere Arbeit zu vernetzten.

Moderiert wird das IT-Cluster des MINT-EC von Richard Heinen vom Learning Lab der Universität Duisburg – Essen.

Programm der Veranstaltung