Digital und vernetzt: Lernen heute

Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften

Vortrag „(Wie) Geht Medienschule? – Aufbau hybrider Lerninfrastrukturen und nachhaltige Integration von Medien in den Schulbetrieb“

Zusammen mit Kira Hartmann und Franziska Klemp

Abstract

Individuelles Lernen in vielfältigen Lernumgebungen

Fachtagung zum Abschluss des Projektes School IT Rhein Waal

Private Geräte (BYOD – Bring your own device) von Schülderinnen und Schülern, aber auch von Lehrkräften spielen im Projekt School IT Rhein Waal eine zentrale Rolle. In dem Projekt  werden Schulen dabei unterstützt, digitale Medien in ihrer Schule nachhaltig zu verankern und in vielfältigen Unterrichtssituationen zu nutzen. Neben den privaten Geräten sind aber ebenso Infrastrukturen aufzubauen, die den unterschiedlichen Geräte einen technisch und rechtlich sicheren und für die unterrichtliche Nutzung offenen Internet-Zugang ermöglichen. Neben technischen Überlegungen stellt sich für die Schulen die Frage, wie im Unterricht in einer solch heterogenen Umwelt gearbeitet werden kann. Hierzu sind Lehrerfortbildungen und vor allem der schulinterne Erfahrungsaustausch wichtig. Im Projektverlauf hat sich die Nutzung immer dann als besonders hilfreich erwiesen, wenn sie der individuellen Förderung dient und Medien als Lernwerkzeuge selbstgesteuert von Lernenden genutzt werden können. Neben der Kreativität und der Verantwortung, die die Schülerinnen und Schüler in den Lernprozess einbrachten, sind aber auch Maßnahmen erforderlich, um einen sicheren, kritischen und reflektierten Umgang mit den Internet sicherzustellen.

Mit der Fachtagung leisten die Projektpartner und die Medienberatung NRW einen Beitrag dazu, die Projektergebnisse weiteren Schulen und Schulträgern zugänglich zu machen. Dabei werden auch Erfahrungen aus anderen Projekten zu digitalen Medien in der Schule eingebunden und reflektiert, auch um den Stellenwert der BYOD-Thematik für digitale Lerninfrastrukturen besser einordnen zu können.

Anmeldung

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist auf der Webseite der Medienberatung NRW möglich.

Programm

9:30     Begrüßung

  • Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Universität Duisburg Essen
  • Sjaak Kamps, Euregio Rhein Waal
  • Paul Eschbach, Schulministerium NRW

10:00   Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger, Christian Neff, Projektschule Goldau

10:25   Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Dr. Stefan Welling, Tablets am Gymnasium

10:50   Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Tablet-Projekte in Hessen und Rheinland-Pfalz

11:15   Harmen Neidig: BYOD in the Netherlands

11:40   Richard Heinen, School IT Rhein Waal

12:10   Podiumsdiskussion: Entwicklung von Medienschulen – was ist wichtig? Anja Janus (Bündnis für Bildung), Prof. Dr. Michael Kerres (Learning Lab UDE), Regina Schneider (Gesamschule Xanten Sonsbeck), Wolfgang Vaupel (Medienberatung NRW), NN

12:45   Mittagspause

13:30   Parallele Workshops

WS1: Ausstattungsalternativen (Leihlösungen, BYOD, 1:1, hybride Infrastrukturen)
Im Workshop werden unterschiedliche Ausstattungsvarianten vor dem Hintergrund schulischer Nutzung vorgestellt und diskutiert.
Leitung: Richard Heinen, Uni Duisburg – Essen, Dr. Sabine Huber, Intel

WS2: Infrastruktur: sichere und offene WLAN-Lösungen für Schulen
Die im Projekt School IT Rhein Waal entwickelten Lösung für WLAN und Userverwaltung werden vorgestellt.
Leitung: Andreas Zboralski und Jens Trzaska, KRZN

WS3: Kooperation von Schulen: Kommunale Schulentwicklung
In der Transfer-Phase haben vor allem auch Kommunen beschlossen, private Hardware in das schulische Lernen einzubeziehen. Hierzu müssen Schulen und Schulträger gemeinsame Wege gehen.
Leitung: Christoph Hopp, Gymnasium Straelen, Roger Rixfehren, Stadt Duisburg

WS4: Medienintegration und Schulentwicklung: Welche Themen unterstütz IT?
Digitale Medien unterstützen das fachliche Lernen und bereiten auf ein Leben in einer von Medien geprägten Welt vor. Die Integration in den Unterricht wird unterstützt, wenn Medienarbeit und andere Themen der Schulentwicklung Hand in Hand gehen: Inklusion, individuelle Förderung, Schulinterne Curriculumsentwicklung
Leitung: Marc Lachman, Andreas Weber, Gymnasium in den Filder Benden, Moers, Karim Rahman, Walter Bader Realschule Xanten

WS5: Das Kollegium mitnehmen: Rolle der Schulleitung, interne Austauschstrukturen
Neben den technischen Voraussetzungen sind für den Erfolg schulischen Lernens mit digitalen Medien die Unterstützung durch die Schulleitung und die schulinterne Kooperationsbereitschaft elementar. Die Schulleitungen der Pilotschulen berichten aus Ihren Erfahrungen
Leitung: Wilhelm Derichs, Gymnasium in den Filder Benden Moers, Regina Schneider, Walter Bader Realschule Xanten

WS6: Peer-Education: Die Rolle der Schülerinnen und Schüler
Schülerinnen und Schüler können das Lernen mit digitalen Medien in vielfältiger Weise unterstützen. Sie können sich, um die Technik im Klassenzimmer und die Ausleihe kümmern, sie können Mitschülern Hilfe bei technischen Fragen geben und sie können Anleitungen geben für einen sicheren Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken.
Leitung: Christian Hauk, Walter Bader Realschule Xanten, Jenny Müller, Chrsitan Becker-Andernahr, Gymnasium in den Filder Benden, Moers, Katja Pannen, Sekundarschule Straelen-Wachtendonk

14:30   Kaffeepause

14:45   Workshop (Wiederholung)

15:45   Abschluss und Umtrunk

Das Projekt School IT Rhein Waal wird im Rahmen des INTERREG IV A- Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), der Provincie Gelderland und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein – Westfalen kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein Waal.

Open and Closed Informational Infrastructures for Education: The Case of “Edutags” as a Connector for Open Learning

Vortrag zusammen mit Michael Kerres auf dem Symposium Open Educational Resources and Informational Ecosystems: Impacts on Education im Network 06. Open Learning: Media, Environments and Cultures auf der ECER in Porto.

Teaching and learning in school essentially relies on analogous and digital media, artefacts and tools of all kinds. Increasingly, Open Educational Resources (OER) become available and the question arises how the interaction between these players is impacted. On the one hand, some players implement closed informational ecosystems that might provide a rich and coherent environment for learning, but also lock the users into a defined and often restricted environment. On the other hand, other players are interested in developing an infrastructure that supports open learning without the boundaries of closed informational ecosystems. Such open informational ecosystems must provide interconnections to numerous, in principal, unlimited number of platforms for learning contents. In the context of the project “Edutags” a reference platform is being implemented by way in which the contents of various providers are being connected and enriched through user-generated tags, commentaries and evaluations. The discussion points out that such an independent reference platform, operated separately from content platforms, must be considered as an important element in an open and truly distributed infrastructure for learning resources. Hence, we do not only need open educational resources to support open learning, we also need to establish an open informational ecosystem that supports such approaches.