MainstreamingOER – Neues BMBF-Projekt am LearningLab

Logo_Mainstreaming-OERDas Projekt hat das Ziel, Akteure und Multiplikator_innen für E-Learning und das Lernen mit digitalen Medien in den Sektoren Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung in NRW zu sensibilisieren und zu qualifizieren, um in ihren Institutionen und Bildungssektoren das Thema OER weiter zu vermitteln.

Das Learning Lab der Universität Duisburg – Essen kooperiert in mehreren Landesprojekten mit dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, sowie der am QUA-LiS angesiedelten Supportstelle Weiterbildung. Im Rahmen vorhandener Strukturen und Maßnahmen soll das Thema OER integriert und hervorgehoben werden. OER wird hier nicht als zusätzliche Aufgabe gesehen, sondern das Thema OER wird in bestehende Aktivitäten integriert.

Im Projekt werden Multiplikator_innen in vier Workshop-Bausteinen qualifiziert. Die Bausteine können nach Wissensbedarf der Teilnehmenden ausgewählt werden. Die Präsenzphasen werden durch Online-Peer-Learning-Aktivitäten begleitet. So werden Wissenssicherung und Praxisumsetzung unterstützt.

Connecting Resources and Users – requirements for a federated cross-sectorial infrastructure for OER

Vortrag mit Ingo Blees

During the last year the awareness of OER in Germany was rising continuously. The first whitepaper on OER in the School sector (Muuß-Merholz & Schaumburg, 2014) was followed by whitepapers on OER in higher education (Deimann et al, 2015) and life long learning. A governmental workgroup released a working paper on OER in that they set two main issues to focus in. 1) To build or support web services that collect references to OER. 2) To discuss further issues like quality and qualification, licencing or business models.The first point can be seen as a result from experiences in other countries. Even if a growing number of OERs is produced, the findability remains to be a problem. Even more: When the number of OER increases, it becomes more difficult to find the best suitable resource (Comas-Quinn, Borthwick, 2015, Weller, 2014). To solve this problem it seems to be helpful to raise the awareness to an open informational ecosystem for OER. There is a need to look at the whole workflow from creating and publishing a resource, the creation of describing metadata by different people and institutions to the usage in the learning process. And it has to be remembered that the usage in the learning process includes what Wiley describes as the 5R (Wiley, 2014). As long as teachers and students do not make use of the benefits described by the 5R, OER only changes the way in which materials are distributed. That may be a value in itself, but remixing, republishing and sharing materials make them strong. To realize the workflow especially for the interactive part that involves users the question of an interoperable infrastructure becomes urgent. The paper reports on recent investigations carried out in Germany to analyse the existing inventory of repositories and reference systems or referatories for OER and the specific needs and preconditions of different educational sectors and to assert the requirements needed to build the hitherto missing links in a model/blueprint for a federated cross-sectorial infrastructure.

OER-Award für edutags.de

P3011031Die Plattform edutags.de – entstanden in der Kooperation von Deutschen Bildungsserver und Learning Lab – ist auf dem Fachforum des Festivals für „Open Educational Resources“ (OER) am 1.3.2016 mit dem OER-Award in der Kategorie Fusion ausgezeichnet worden. In der Laudatio von Claudia Bremer und Friederike Siller heißt es:

edutags erhält den Preis in einer Kategorie, die Projekte auslobt, die Grenzen nicht dicht machen, sondern die stattdessen Grenzziehungen hinterfragen und überwinden. Das Faszinierende an solchen Projekten ist, dass sie neue Räume öffnen, in denen Menschen zusammen kommen, die sich anders nicht begegnen.

Den Machern von edutags ist genau ein solches Projekt für den Bildungsbereich gelungen. Mit edutags exisiert ein für alle Lernenden und Lehrenden aus Einrichtungen der formalen, aber auch der nonformalen, Bildung anschlussfähiges Angebot.

Die Idee an sich ist fast schon bestechend einfach, und dabei gleichzeitig außergewöhnlich gut. Im Zentrum von edutags steht nichts Geringeres als das gute, alte Lesezeichen. Lehrkräfte und Lernende können bei edutags Lesezeichen zu sämtlichen Ressourcen im Netz speichern, sortieren, in Listen packen: von der Gutenberg-Bibel bis zum Erklärvideo. Sie können Ressourcen bewerten, beschreiben und mit ihren eigenen Begrifflichkeiten durch sogenannte Tags versehen und kommentieren.

Sie können diese Ressourcen aber nicht nur für sich persönlich erstellen und nutzen, sondern sie auch mit anderen teilen, sich gegenseitig ergänzen und so die individuellen und gemeinsamen Wissensbestände erweitern. Und so lädt edutags Lernende und Lehrende ein, vernetzte Strukturen im Feld des Wissensmanagements nicht nur neu zu schaffen, sondern diese auch insbesondere mitzugestalten.

edutags ist im OER-Feld ein Vorreiter mit enormer Strahlkraft und leistet einen entscheidenden Beitrag dafür, dass die Materialien von Anbietern und Produzenten von OER sichtbar und auffindbar sind. Nicht lose verstreut im Netz sondern in exakt der vernetzten Struktur, in der sich die bewegen, die OER zur Anwendung bringen können: den Lehrenden und Lernenden.

Herzlichen Glückwunsch, edutags!

Das Learning Lab freut sich über die Auszeichnung für ein Projekt, dass wir seit mehreren Jahren in Kooperation mit dem Deutschen Bildunungsserver am DIPF aufgebaut haben. Es stellt die praktische Erprobung unserer theoretischen Überlegungen zu „informationell offenen Ökosystemen für Bildung“ dar (z.B. hier und hier).

Machbarkeitsstudie zum Aufbau und Betrieb von OER‐Infrastrukturen in der Bildung

Im Frühjahr 2015 hatte das BMBF eine Studie in Auftrag gegeben, die die Grundlagen für die Infrastrukturen zu OER in Deutschland untersuchen sollte. Die Ergebnisse liegen jetzt vor, umfassen 68 Seiten und sind unter CC BY SA 3.0 DE lizenziert: Download PDF.

Die zentralen Erkenntnisse und Empfehlungen stehen auf Seite 4 bzw. hier:

<Langzitat-Anfang>

Die derzeit noch sehr disparat vorliegenden Bestände und Zugänge zu Open Educational Resources (OER) bedeuten zu große Hürden für deren Auffindbarkeit und effektive Nutzbarkeit. Infrastrukturen zur Optimierung der Verfügbarkeit von OER werden daher in allen Bildungssektoren befürwortet. Hierbei wird mehrheitlich für eine Orientierung an bereichsspezifischen Entwicklungsbedarfen votiert. Favorisiert werden Nachweisstrukturen für verteilte Medienbestände, während Zweckangemessenheit und Akzeptanzfähigkeit einer zentralen Plattform zur Bündelung aller OER skeptisch bis ablehnend bewertet werden.

Aufbau und Betrieb einer zentralen Infrastruktur, im Sinne eines einzelnen Repositoriums bzw. Referatoriums, für OER über alle Bildungsbereiche hinweg stellen keine realistische Option dar. Insbesondere in Bereichen mit etablierten OER‐Angeboten werden Eigenständigkeit, Subsidiarität und Nutzerbindung höher gewichtet als mögliche Vorteile einer zentralen Struktur. Zugleich ist die bestehende Repositorienlandschaft nicht dazu geeignet, die Potenziale von OER für das gesamte Bildungssystem zu entfalten. Daher ist zur Vernetzung bestehender (Teil‐)Infrastrukturen ein Aggregationsmechanismus für digitale Lernressourcen zu befürworten, der die disparat verteilten, abgegrenzte Communitys adressierenden Kollektionen auf der Basis interoperabler Nachweis‐ und Austauschroutinen vernetzt, ohne die Vielfalt bereichsspezifischer Angebote einzuschränken.

Zentrale Empfehlungen:

  • Fördermaßnahmen sollten Anreize für den Aufbau bzw. die Vernetzung von Repositorien und Nachweissystemen in bislang wenig OER‐aktiven Handlungsfeldern schaffen (z.B. berufliche Bildung, Erwachsenenbildung).
  • Empfohlen wird der Aufbau von digitalen Materialbeständen i.S.v. Referenzsystemen für OER zu pädagogisch oder bildungspolitisch besonders relevanten Themen (z.B. Inklusion, frühe Bildung, Alphabetisierung).
  • Bestehende OER‐Plattformen sollten um systematische Zugänge, Zugangsvokabulare für unterschiedliche Fächer  und Arbeitsinstrumente ergänzt werden, die die Adaption der Materialien in anderen Bildungskontexten unterstützen. Fördermaßnahmen sollten an die Bereitstellung technischer Schnittstellen und interoperabler Metadaten geknüpft werden, welche für die Realisierung eines Metadaten‐Austausch‐Services (s.u.) notwendig sind.
  • Als zentrale Komponente einer verteilte Angebote vernetzenden Infrastruktur wird der Aufbau einer Aggregationsinstanz (Metadaten‐Austausch‐Service) empfohlen, die auf Basis von Austauschformaten und konkordanten Metadaten dezentrale OER‐ Bestände im Sinne eines Nachweissystems integriert und ihre Auffindbarkeit sowohl in bereichsspezifischen als auch in übergreifenden Sichten unterstützt.
  • Aufbau, Betrieb und Weiterentwicklung dieser Infrastruktur sollten durch eine Koordinierungsstelle wahrgenommen und durch geeignete Begleitgremien flankiert werden, die eine dem OER‐Ansatz entsprechende Anbieter‐, Nutzer‐ und Community-Beteiligung gewährleisten.

<Langzitat-Ende; Hervorhebungen aus Original übernommen>

Die Studie wurde erarbeitet vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) / Deutscher Bildungsserver in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement und dem Learning Lab der Universität Duisburg‐Essen.

Learning Lab auf der Didacta, Köln

Das LearningLab ist in diesem Jahr mit zwei Workshops und einem Podium auf der Didacta in Köln vertreten.

Freie Bildungsmaterialen für den Unterricht: Werkzeuge für das Auffinden, Sammeln und Weiterverwenden

Workshop mit Ingo Blees (Deutscher Bildungsserver) und Gianna Scharnberg (LearningLab)

Open Educational Resources (OER), also freie und rechtlich abgesicherte Materialien für den Unterricht, finden zunehmen ihren Platz in der deutschen Bildungslandschaft – sichtbar etwa durch die OER-Studien des BMBF. Im Vortrag wird einleitend gezeigt, was OER sind und welches Potenzial sie für die Bildung haben. Dann richtet sich der Fokus darauf, wie mit OER praktisch gearbeitet werden kann:

  • Wo können passende OER einfach gefunden werden?
  • Wie kann man selbst gute Materialien sammeln und kombinieren?
  • Wie kann die Community beim gemeinsamen Bewerten von Material helfen?

Mittwoch, 17.2.2016, 11:00 – 11:45, Congress Centrum Nord, Konferenzraum C

Weitere Infos.

OER-Workshop von Lehrer-Online

Gabi Netz (Lehrer-Online) und Richard Heinen (LearningLab)

Unterrichtsmaterialien in klassischer Form werden immer häufiger durch solche aus den digitalen Medien ergänzt. Dabei bleibt das Urheberrecht für Lehrkräfte nicht selten ungeklärt. Open Educational Resources stellen eine Alternative zur rechtlichen Grauzone dar. Materialien werden vom Urheber unter einer besonderen Lizenz veröffentlicht, die Nutzungsrechte klar definiert. Es gibt verschiedene Lizenzen, mit denen ein Urheber anzeigen kann, dass die eigenen Materialien als freie Bildungsmaterialien verwendet werden dürfen. In Deutschland sind die sogenannten Creative Commons-Lizenzen besonders verbreitet.

In unserer Veranstaltung werden die Hintergründe und Nutzungs-Ansätze der neuen Möglichkeiten der freien Unterrichtsmaterialien, der Open Educational Resources (OER) im Netz und konkret im Portal Lehrer-Online besprochen. Bringen Sie gern auch Ihre Fragen mit!

Mittwoch, 17.2.2016, 14:00 – 15:30, Congress Centrum Nord, Konferenzraum G

Weitere Infos

Digitale Bildung in NRW

Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit der Initiative D21 e.V.

Digitalisierung von Schule geht über den Einsatz von Hard- und Software weit hinaus. Damit Schule Bildung für eine Digitale Gesellschaft einlösen kann, müssen sich Selbstverständnis von Schule und Unterrichtsgestaltung grundlegend verändern. Diese Veränderungen finden in NRW an vielen Schulen statt. Akteure aus verschiedenen Schulen diskutieren über Chancen und Herausforderungen in den Veränderungsprozessen.

Auf dem Modium:

  • Ulrike Heuer | Amt für Schulentwicklung, Stadt Köln
  • Peter Jöckel | Schulleiter des Krupp-Gymnasium Duisburg
  • Anna Lambertz | Schülerin des St. Bernhard Gymnasium Willich
  • Katja Pannen | stellv. Schulleiterin der Sekundarschule Straelen Wachtendonk
  • Wolfgang Vaupel | Medienberatung NRW, Düsseldorf
  • Richard Heinen | LearningLab (Moderation)

Freitag, 19.2.2016, 16:00 – 16:45, Forum Didacta aktuell, Hallo 6, Stand C61

Weitere Infos

Relaunch: Edutags – Social Bookmarks für die Bildung

Auf www.edutags.de können Lesezeichen zu allen Lernressourcen im Web unabhängig von Lizenzen gespeichert, geordnet, gesucht und geteilt werden.

Lehrkräfte können hier interessante Webseiten sammeln: für den Unterricht oder die Unterrichtsvorbereitung, aber auch für alle anderen Bereiche des schulischen Lebens. Mit dem Start ins neue Jahre hat edutags nicht nur ein neues Design bekommen, auch das technische Backend wurde komplett überarbeitet. Die neue Plattform baut auf der gerade veröffentlichen Software Drupal8 auf und ist damit eines der ersten Projekte.

Für die User von edutags ändert sich in den Kernfunktionen nichts, doch die Plattform ist kompakter und die Wege sind kürzer geworden. So bekommen angemeldete User auf der Startseite sofort ihre Lesezeichen zu sehen ohne erst ihr Profil anklicken zu müssen. Die Suchfunktionen haben wir ausgebaut und um Filter nach Creative Commons Lizenzen ergänzt. Die Lesezeichen selbst zeigen mit dem Screenshot der Webseite einen ersten Eindruck der Ressource.

Wie gewohnt werden auch weiterhin die Creative Commons Lizenzen der Webseiten automatisch ausgelesen. So behalten Sie immer im Blick, welche Ressource Sie wofür verwenden dürfen. Bearbeitungen wie bewerten, kommentieren oder taggen finden direkt am Lesezeichen statt. Wie bisher werden Ihre Schlagworte, bzw Tags am Lesezeichen angezeigt, nun lesen wir auch die der Webseite direkt aus. Natürlich gibt es weiterhin das Bookmarklet, mit dem Sie einfach neue Lesezeichen anlegen können, egal wo im Netz Sie ich gerade befinden.

Bildung 4.0 – Lernen im Digitalen Wandel – NRW

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat den Dialogprozess „Lernen im Digitalen Wandel“ gestartet, um darüber mit einer interessierten Öffentlichkeit zu diskutieren, wie Kitas, Schulen und Hochschulen, aber auch die Fachkräfteausbildung noch besser auf die Anfor­derungen der Digitalisierung vorbereitet werden können.

Das LearningLab unterstützt die Staatskanzlei NRW, das Wissenschaftsministerium NRW und das Schulministerium NRW in diesem Prozess.
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