Safer Internet Day: BYOD bringt auch Sicherheit für Lehrkräfte und Lernende

Handys sind in allen Schulen ein Dauerthema. An einigen Schulen gibt es ein striktes Handyverbot, in anderen werden sie gezielt im Unterricht eingesetzt. Bei dem Interreg-Forschungsprojekt „School-IT Rhein-Waal“ setzt man auf klare Erlaubnisregeln für den Gebrauch von Handys an Schulen. Ein Interview mit dem Projektkoordinator Richard Heinen vom Learning Lab der Universität Duisburg- Essen.

RTL berichtet über BYOD-Projekt vom Learning Lab

In der Sendung „Punkt 12“ vom 10.09.2013 berichtete RTL über private, digitale Endgeräte in der Schule. Bilder aus der Walter-Bader-Realschule in Xanten zeigen, wie Lehrer und Schüler im Unterricht mit den privaten Geräten umgehen, wenn sie diese mit in die Schule bringen dürfen bzw. sollen („bring your own device“). Michael Kerres weist im Interview auf die pädagogische Herausforderung hin, die sich Lehrenden stellen, wenn sie mit der Vielfalt von Geräten konfrontiert sind.

Die Sendung zum Abruf bei RTL Now (Beginn ab ca. 0:15:30)

4. Workshop „Lerninfrastruktur in Schulen“

4. Workshop Lerninfrastruktur in Schulen: Gelingensbedingungen für das Lernen mit persönlichen Geräten

Zusammen mit Derndorfer, Christoph; Döbeli Honegger, Beat; Neff, Christian; Welling, Stefan

1 Hintergründe

Die Diskrepanz zwischen persönlicher und schulischer Geräteausstattung ist in den letzten Jahren nicht kleiner geworden: Während die persönliche Geräteausstattung von Schülerinnen und Schülern weiterhin zunimmt, sind Schulklassen mit persönlichen Geräten noch immer die Ausnahme. Weder die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit schuleigenen Geräten in so genannten 1:1-Ausstattungen noch der Einbezug privat verfügbarer Geräte von Kindern und Jugendlichen in so ge- nannten Bring-Your-Own-Device Settings hat bisher dieses Missverhältnis aufhe- ben können. Während das Interesse an 1:1- und BYOD-Projekten im deutschsprachigen Raum wächst, sind aktuell noch wenige entsprechende Unterstützungsangebote für Schulen und Schulbehörden in Form von Empfehlungen und Best- Practice-Beispielen verfügbar.

2 Ziele

Der vorgeschlagene Workshop soll ein Forum bieten, um sich fachlich fundiert auf der Basis vorhandener (Praxis-)Erfahrungen über die Perspektiven, Chancen und Grenzen des schulischen Lernens mit persönlichen Geräten auszutauschen und Ein- schätzungen zu wagen, welche pädagogischen, technischen, organisatorischen, didaktischen und rechtlichen Konsequenzen diese Entwicklungen für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der Schule haben.

Ziel des Workshops ist neben dem Erfahrungsaustausch verschiedener Projekte und Akteure u.a. eine Sammlung von Gelingensbedingungen für das Lernen mit persön- lichen Geräten, die sowohl aus bisherigen Projekterfahrungen als auch aus der Lite- ratur in Form von empirischen Studien zur Integration von Innovation abgeleitet werden. Nach kurzen, thesenartigen Inputs sollen diese in Gruppen diskutiert und verdichtet werden.

Wir wünschen uns daher neben wissenschaftlich fundierten auch insbesondere Beiträge, die auf der Basis praktischer und praxisnaher Erfahrungen über erlebte, ab- sehbare und mögliche Konsequenzen der skizzierten Entwicklungen berichten. Für das Auswahlverfahren würden wir in diesem Fall auf die Ausarbeitung von Aufsät- zen verzichten und zweiseitige Skizzen akzeptieren.

Der Workshop soll aber nicht nur die Entwicklungen im deutschsprachigen Raum beleuchten: Neben den Gelingensbedingungen stellt sich bildungspolitisch auch die Frage, warum sich im deutschsprachigen Raum bisher keine grösseren Projekte mit 1:1-Ausstattungen etabliert haben, im anderssprachigen Ausland jedoch schon. Lassen sich Erkenntnisse aus weltweiten Grossprojekten auch auf den deutschspra- chigen Raum übertragen?

3 Themenschwerpunkte

  • Chancen und Herausforderungen von persönlichen Geräten im Schulalltag (mediendidaktisch, medienpädagogisch, organisatorisch)
  • Umgang mit juristischen Herausforderungen (Lernmittelfreiheit, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Aufsichtspflichten etc.)
  • Content für persönliche Geräte (klassischer Schulbuchmarkt und OER- Angebote)
  • Organisatorische und technische Voraussetzungen für 1:1- und BYOD-Klassen
  • Lernen mit persönlichen Geräten als Thema der Schulentwicklung
  • Erfahrungen aus ausländischen Grossprojekten als Unterstützung für den deutschsprachigen Raum?

School IT Rhein Waal “Ein Jahr BYOD am Niederrhein”

Vortrag im Rahmen des 4. Workshop „Lerninfrastruktur in Schulen“ auf der GMW 2013.

Workshop-Flyer

Abstrakt
Zwei deutsche und zwei niederländische Schulen
führten zu Beginn des Schuljahres 2012/13 Pilotklassen
ein, in denen Schüler/innen eingeladen sind, ihre persönlichen digitalen Geräte mit in den Unterricht zu
bringen. Im Vortrag werden Eckpunkte des Projektes, vorbereitende Maßnahmen, Erfahrungen aus dem
ersten Projektjahr berichtet. Erste Erkenntnisse über den Umgang mit einer heterogenen
Geräteausstattung und Auswirkungen auf die Unterrichtsgestaltung werden skizziert.

Der Westen: Kinder lernen mit ihren Smartphones

Foto: Denise Ebel - WBRX„Der Westen“ war zu Gast an unseren Projektschulen in Moers und Xanten.

Handyverbot während des Unterrichts und in der Pause? Das war einmal: Am Gymnasium Filder Benden in Moers und der Walter-Bader-Realschule in Xanten werden Handys und Tablets im Unterricht eingesetzt. Die Schulen sind Teil eines Projekts der School IT Rhein Waal. Das Motto: „Bring Your Own Device“.

Zum Artikel

Deutschlandfunk über „School IT Rhein Waal“

Die Technikausstattung deutscher Schulen ist selten ausreichend oder auf neuestem Stand. Um schulische Medienprojekte trotzdem erfolgreich durchzuführen, probieren Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen nun in einem Projekt, wie Schüler im Unterricht mit eigenen Laptops, Tablets oder Smartphones arbeiten können.

Der Deutschlandfunk berichtet über das Interreg-Projekt School IT Rhein Waal.

Download der Audiodatei.

Süddeutsche Zeitung: „Handy in der Schule – Tippen ohne Tabu“

Die Süddeutsche Zeitung berichtete in seiner Ausgabe vom 24.6.2013 über unser EU- Projekt School IT Rhein Waal: „Abschied vom Handy-Verbot im Unterricht: Im Rahmen eines Pilotprojekts sind Smartphones im Klassenzimmer ausdrücklich erlaubt. Damit nähern sich die teilnehmenden Schulen der Lebenswelt ihrer Schüler und sparen Geld.“

Den ganzen Artikel in der SZ lesen.